7 KONTINENTE

Aktuelles Kunst am Bau Projekt für das Schulzentrum Gerastrasse, München-Moosach.

 

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blog.empfangshalle.de

GOLDRAUSCH

Kunst im öffentlichen Raum

im Rahmen des Kunstfestivals "Pasing by", 2015

Zwölf große Sandmuscheln umgeben die Mariensäule auf dem Pasinger Marienplatz und bilden durch ihre goldene Farbe und kreisförmigen Anordnung eine Einheit. Gefüllt sind die übergroßen Muschelbecken mit einem Spezialsand, wie ihn Metallgießereien für Sandgussverfahren einsetzen. Im Rahmen einer mehrtägigen Kunstaktion waren alle Pasinger eingeladen, gemeinsam mit dem Künstlerduo Empfangshalle (Corbinian Böhm und Michael Gruber) Ideen für Abgüsse zu entwickeln. Ebenso konnten eigene kleine Objekte mitgebracht werden, um diese in Zinn zu gießen oder frei in den Sand zu modellieren. Die Figuren wurden anschließend vergoldet. Die so entstandenen Skulpturen erweiterten den goldenen Mittelpunkt von Pasing in Geschäfte oder Wohnungen hinein, sodass sich der öffentliche mit dem halböffentlichen und privaten Raum verband.

FUCK YOU ZUG

in Zusammenarbeit mit Funda Gül Öczan, 2014

 

Video 7 min, Istallation 200 x 150cm

Diese Arbeit ist eine Gemeinschaftsproduktion von Empfangshalle, Funda und vielen Künstlern der Ateliergemeinschaft KvB. Ein zentrales Thema ist das Gebäude an der Katharina­-von-­Bora­ Straße in München, in dem die Ateliergemeinschaft arbeitet: das ehemalige Heizkraftwerk für die Führer­bunker am Königsplatz. Es entstand eine zweiteilige Installation aus einem Video und einer auto­nomen Skulptur, einem leftover. die Bildsprache bedient sich eigens entwickelter Symboliken, die mit den Recherchen zum Thema entstanden sind. Mit einer sprechenden Skulptur am Schlussstein des Eingangsbogens zum Gelände, ein Jünglingskopf aus der Ns­Zeit, beginnt das Video. Zu dem Manifest über die Kunst versammeln sich spontan Passanten unter dem Rufer. Zum Ende seiner Rede spuckt der Jüngling Feuer auf die Straße und initiiert damit einen Fackel­zug. Mit Fackeln in Form von Fickerfingern.

Der Zug windet sich in die Tiefen des Heizschlotes des Gebäudes. Zwischen den Szenen tritt das „Opferauto“ auf, ein mit Fernsehern besetzter Kleinwagen. Über die Bildschirme flimmert „Just do it“ als Anspielung auf übernommene Werbesätze der rechten Szene. Am Ende des Zuges wird eine Fackel in den Nachthimmel geworfen und kehrt verändert, in Form von zwei weißen Marmorwürfeln zurück.
In der Installation ist das „leftover“, das zerstörte Dach des Opferautos mit den Marmorwürfeln gegenüber der Leinwand, wie in einem Autokino positioniert.

 

 

HINTERM HORIZONT

Kunstprojekt für die Justizvollzugsanstalt Heidering, Berlin

Kunst am Bau Projekt für den Senat Berlin, Fertigstellung 2013 / Eröffnung 2014

Pressebilder hier!

 

 

Eine Skulptur im Außenraum und eine Installation im Innenraum sind bildhafte, integrale Teile eines Konzepts, das übergreifend die gesellschaftliche Verortung der Menschen in der JVA Heidering mit einbezieht. Wesentlicher Teil der Außenskulptur ist eine Windkraftanlage. Sie ist Sockel einer plastischen Figur, Ausgangspunkt fotografischer Zeitabläufe der Installation im Inneren des Gebäudes und schließlich - als kommerzieller Stromerzeuger – Finanzgrundlage für ein soziokulturelles Programm in der JVA.

1. Außenskulptur

Auf dem Gelände der JVA wird eine Vertikal-Windkraftanlage errichtet. Die Windkraftanlage ist ca. 30 m hoch und in hellem Grau gehalten. An der Spitze der Anlage befindet sich die etwas überlebensgroße Figur eines Mannes, der mit seiner rechten Hand die Augen zum Ausschau halten beschirmt und dessen Blick offensichtlich in die Ferne schweift. Ab einer bestimmten Windstärke läuft der Rotor, der auf einer vertikal angeordneten Achse sitzt, an, und die darüber befindliche Figur dreht sich mit ihm im Kreis.

2. Installation im Innenraum

Über das Gebäude verteilt hängen an ausgewählten Stellen insgesamt sieben unten offene Zylinder aus Sicherheitsglas. Auf den Innenseiten der Zylinder befinden sich 360° - Fotopanoramen. Die Panoramabilder zeigen die Landschaft rund um die JVA und sind im Laufe eines Jahres mittels einer Spezialkamera von der rotierenden Spitze der Windkraftanlage aus aufgenommen worden. Die Fotografien, die sich zu den Panoramen zusammensetzen, sind zu unterschiedlichen Zeiten entstanden. Die jeweilige Lichtstimmung, das Wetter, verschiedene Tages- und Jahreszeiten lassen dieselbe Landschaft in immer neuen Variationen erscheinen. Da sich der Rotor während der Aufnahmen ggf. bewegt, werden die Aufnahmen je nach Drehgeschwindigkeit leicht unscharf oder verwischt bis hin zur völligen Auflösung. Bei Windstille entstehen dagegen gestochen scharfe Fotos. Es werden also ganz unterschiedliche, individuelle Panoramen derselben Landschaft auf den Innenseiten der sieben Zylinder angebracht. Für einen Rundblick um das ganze Panorama muss der Betrachter sich um die eigene Achse drehen. So entsteht eine Analogie zu der Ausschau haltenden Figur an der Spitze der Windkraftanlage.

3.Soziokulturelles Programm

Für Windkraftanlagen gilt die Brandenburger Heide gilt als guter Standort; es ist mit einem guten Ertrag der Windkraft-anlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu rechnen. Mit dem erzielten Gewinn aus der Windenergie werden kulturelle Angebote für die Insassen ermöglicht (z.B. Bandauftritte, Künstler-Workshops, Lesungen, Zeichenkurse usw.)

 

Anfahrtsskizze

Empfangshalle

Kreativ-Gemeinschaft

Katharina-von-Bora-Str. 8a, RGB

80333 München

 

ateliers@empfangshalle.de