• GALERIE OHNE NAMEN

Die Empfangshalle hat im Juli 2018 die *Galerie ohne Namen* in der Theresienstr. 154, München eröffnet. Der Raum bietet lokalen und internationalen Künstlern aus unserem erweiterten Netzwerk die Möglichkeit im nicht-kommerziellen Rahmen ihre Arbeiten zu zeigen und der Galerie für diese Zeit einen Namen zu geben.

Galerie ohne Namen
Theresienstr. 154
80333 München
galerie@empfangshalle.de
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

 

  • PROGRAMM:

  • 29. November - 18. Januar 2019: SPÄTKAUF

29. NOVEMBER 2018, 19H
WATCHING A MOVIE IS WATCHING THE OBJECT

eingeladen von Manuel Kirsch und SOX Berlin

www.sox-berlin.com

Sascha Brylla, Andreas Burger, Marlene Zoë Burz, Michael Cherubim, Charlotte Dualé, Matthias Esch, Friederike Feldmann, Ben Greber, Gregor Hildebrandt, Okka-Esther Hungerbühler, Matti Isan Blind, Linda Kuhn, Alexander Lieck, Sarah Lüttchen, Martin Maeller, Inge Mahn, Soshi Matsunobe, Anne Neukamp, Frank Nitsche, Blinky Palermo, Real Madrid, Renaud Regnery, Michael Sayles, Björn Streeck, Benedikt Terwiel und Miguel Ángel Fernández, Moreen Vogel, Alexander Wagner

Audioguide zu den einzelnen Kunstwerken:

1. Sascha Brylla, pa told me so / 2018 / Speckstein

2. Andreas Burger, Objekt aus der Serie „4,9 km“ / 2014 / Gips

3. Marlene Zoë Burz, Krone / 2015 / Hundehaar

4. Michael Cherubim, data / 2017 / SIM-Karte

5. Charlotte Dualé, Objekt aus der Serie Zeitlinie / 2018 / Keramik

6. Matthias Esch, „Nein“ (Ja) / 2015 / Lack auf Beton

7. Friederike Feldmann, Tisch / 2016 / Injectprint auf Papier

8. Ben Greber, Heizungsraum / 2013-2018 / Kunststoff, Patina

9. Gregor Hildebrandt, White Pawn / 2018 / Bronze, Acrylfarbe

10. Okka-Esther Hungerbühler, Zwerg / 2017 / verschiedene Materialien

11. Matti Isan Blind, Zigarette: von Kippenberg VII / 2013 / gebrannter Ton und Acryl

12. Linda Kuhn, warme Schlafende / 2018 / Gips, Polsterfolie, Klebeband

13. Alexander Lieck, René / 2018 / Holz, Acrylfarbe, Schraube

14. Sarah Lüttchen, 1 2 3 / 2017 / verschiedene Materialien

15. Martin Maeller, Loner / 2017 / Papier

16. Inge Mahn, Eierpflanze / 1999 / Ei, Erde, Blumentopf

17. Soshi Matsunobe, twisted rubber band / 2012 / Gummiband

18. Anne Neukamp, Lampe / 2003 / Metall, Glas, Gouache

19. Frank Nitsche, DOOFEE CLIT / 2017 / verschiedene Materialien

20. Blinky Palermo, Blaues Dreieck / 1969 / Plakattempera

21. Real Madrid, Apologise Now / 2018 / Laserdruck auf Papier

22. Renaud Regnery, FTPTG # xx5 / 2018 / Tapete auf Holz

23. Michael Sayles, African Burqa / 2018 / verschiedene Materialien

24. Björn Streeck, Amphore Testkörper / 2015 / Papier, Gouache, Metall

25. Benedikt Terwiel und Miguel Ángel Fernández / Stift und Tastatur / 2017 /

verschiedene Materialien

26. Moreen Vogel / Thälmann / 2016 / Keramik

27. Alexander Wagner / Komet / 2018 / Glas, Serviette und Glühbirne

  • 11. September - 25. Oktober 2018: The Hub Gallery

    Zum 11. September 2018 startet die *Galerie Ohne Namen* der Empfangshalle eine Performance-Reihe und wird zu einem temporären Knotenpunkt an dem die teilnehmenden Künstler in vier Performances sich mit der Thematik des Netzwerks, Austausches und Kollaboration auf technologischer, körperlicher, inhaltlicher und örtlicher Ebene auseinandersetzen.

    Die Künstler_innen bedienen sich an aktuellen Möglichkeiten der Vernetzung und eigenen sich diese gleichzeitig an um Teile Ihrer Arbeit ins Netz zu übertragen. So werden die Performances zu einem freien, weder ort- noch zeitgebundenen digitalen Ereignis.

    Die *Galerie Ohne Namen* wird für diesen Zeitraum zur „The Hub Gallery“. Die Performance-Reihe ist von Maria Justus kuratiert.

11. SEPTEMBER 2018, 19H
FEDERICO DELFRATI, AROUND THE WORLD IN 80 MB/S

In seinem Performance-Projekt „Around the world in 80 Mb/s“ nimmt sich der Künstler Federico Delfrati vor, einmal um die Erde zu laufen. Dazu schaffte er eine spezielle Laborsituation in der „Hub“ Galerie. Sie besteht aus einem Fortbewegungsmittel sowie einem Headset für virtuelle Realität. Federico Delfrati wird sich allein mit diesem VR-Headset durch die virtuelle Welt von Google-Earth bewegen. Dazu kommen verschiedene Instrumente zur Vermessung seines Körpers. Durch seine Weltumrundung, physisch auf dem Laufband und mental innerhalb der virtuellen Realität, in der Bewegung durch die Bildwelt von Google-Earth, spielt Delfrati mit den Phänomenen unseres Informationszeitalters wie etwa der Trennung von Ort und Anwesenheit, aber auch dem Begehren, den Geist vom Körper zu trennen. Federico Delfratis Beobachtungen und Online-Aufzeichnungen während seiner Weltumrundung in 80Mb pro Sekunde werden in einem dazugehörigen Blog festgehalten.

14. SEPTEMBER 2018, 19 H

LENA DITTE NISSEN, SOLILOQUY WITH MACHINE / SELBSTGESPRÄCH MIT MASCHINE

Lena Ditte Nissen tritt in ihrer Performance „Soliloquy with machine“ in einen Dialog mit einer Drohne. Ausgehend von der Unmöglichkeit im Wunsch nach Symbiose innerlich zu verschmelzen, sprechen die beiden Entitäten darüber, von wo aus sie auf diese Unmöglichkeit blicken. Die „Hub“ Galerie wird zu einem Raum, in dem alles Anwesende nur für sich allein und unverbunden existiert, in dem jedes von jedem ultimativ getrennt ist und für immer fremd bleibt.

20. SEPTEMBER 2018, 19H

FELIX LEON WESTNER LIVE FROM CASHMERE RADIO: HELLO HAPPY – MORNING SHOW

Als Teil der “Hello happy” Performanceserie realisiert Felix Leon Westner für The Hub Gallery die “Hello happy – morning show”, eine Radiosendung, die live von Cashmere Radio in Berlin aufgenommen und übertragen wird. Am Eröffnungsabend in der The Hub Gallery wird die Performance direkt aus dem Radiostudio in den Ausstellungsraum gesendet. Sowohl per live Stream als auch begleitet durch ein stummes Skype-Videobild wird das von Felix Leon Westner  erzeugte performative Wechselspiel zwischen live generiertem Sound, Gesang und Zeichnung zu einer multimedialen Radio Show zwischen Berlin, München und dem Internet.

25. SEPTEMBER 2018, 19 H
MarinA 

MarinA macht sich selbst den Prozess – ihre virtuelle und reale Existenz zu belegen.

Die lautlose Barriere, die ihre beiden Hälften trennt öffnet erst die Verbindung hinaus; Das Schaufenster der „Hub“ Galerie wird ihr Fenster zum Innen, zugleich schriftlicher Vollzug des Prozesses.
MarinA wurde im Mai 2015 aus Proseccoschaum geboren, aus der Berührung von Malerkrepp und Nase, während eines telepathischen Experiments. Ihre ersten Worte waren SI und NO.

25. OKTOBER 2018, 19H
JANINA TOTZAUER + BEATRIZ PAZ , MEMORY CYCLES

Beatriz Paz (Mex) und Janina Totzauer (D) schlüpfen für die „Hub Gallery“ in die Rollen von Stern und Mond – das Licht und die Erinnerung daran. Mit Hilfe ihrer Stimmen, eines Tageslichtprojektors und dem geschriebenen Wort arbeiten sich die zwei nach und nach durch die verschiedenen Schichten der menschlichen Erinnerung. 
  • 12. Juli - 20. August 2018: Galerie fünf Sterne ***** 五星级画廊

12. JULI 2018, 14H
TANG HAN UND ZHOU XIAOPENG , SHAPE OF APPETITE

Die Empfangshalle eröffnet zum 12.07. die „Galerie ohne Namen“ in der Theresienstr. 154. Zum Auftakt gibt das Künstlerduo Tang Han und Zhou Xiaopeng dem Raum den Namen „Galerie fünf Sterne ***** 五星级画廊. Die Berliner Künstler beschäftigen sich mit der Gastronomie und Food Styling als Symptomatik der materiellen Kultur und Globalisierung in China. Mit dem Ergebnis ihrer Recherchearbeit wird eine Rauminstallation entwickelt.
 

Ende 2017 haben Tang Han und Zhou Xiaopeng zum Thema „Form des Appetits“ recherchiert und entwickelt, besuchten und interviewten sie verschiedenen Beschäftigten der Gastronomie in China. Das Video wurde mit Erzählungen von denen durchzogen: ein hochqualifizierter und erfahrener Chefkoch der chinesischen Küche; ein “Schnitz-Meister” für Skulpturen aus Obst und Gemüse; ein Koch der Molekularküche; ein junger Koch aus der Post-90s-Generation; eine Ausbilderin für Gastronomie und so weiter. Unter ihnen haben manche den Aufstieg und den Fall des Caterings erlebt, andere überlegen, wie man auf die Einwirkung der Vermarktlichung reagieren kann, einige diskutieren über die „Nouvelle“ und „traditionelle“ Cuisine, und wieder andere stehen für verstrickte Familiengeschichten der Generation der Wanderarbeiter. Unterdessen ist es nicht schwer herauszufinden, dass die Beschäftigungsstruktur in Catering von Männern dominiert wird. 

Aus der Beschreibung der Interviewpartner lässt sich ersehen, wie Food Styling vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahrzehnten allmählich bereicherten materiellen Kultur in China in der Gastronomie auf den Einfluss der westlichen Gastro-Kultur reagiert. Food styling als Träger des Appetits, wie es diversifizierte äußere Gestaltungen angesichts der unterschiedlichen Cultural Others vorführt, und auch als Träger der Gedanken im Prozess der Globalisierung dient. Wir versuchen, der Morphologie der Konsumästhetik mit den Darstellungen der verschiedenen Menschen näherzukommen, und Fragen über Veränderung der Ästhetik und Konsumnachfrage im Bereich Catering mit der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung zu stellen.