GALERIE VON EMPFANGSHALLE

Galerie von Empfangshalle

Die Empfangshalle hat im Juli 2018 die Galerie in der Theresienstraße in München eröffnet. Der Raum bietet lokalen und internationalen Künstlern aus unserem erweiterten Netzwerk die Möglichkeit im nicht-kommerziellen Rahmen ihre Arbeiten zu zeigen. Daran angeschlossen ist eine Work-Residency, in der wir Künstler*innen aus aller Welt beherbergen.

Galerie von Empfangshalle
Theresienstr. 154
80333 München
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
galerie@empfangshalle.de
instagram

PROGRAMM:

  • 25. September - 18. Oktober 2019: WIEDERHOLUNG NEU SCHREIBEN

    Die Ausstellung ist von außen einsehbar. 

    Vernissage: 24.09.2019, 19:00 h –Finissage: 18.10.2019, 19:00 h

Wiederholung neu schreiben - Ausstellung Galerie Empfangshalle

Am Beginn des Arbeitsprozesses der spanischen Bildhauerin Paula Leal Olloqui  steht die Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Grenzen des Ausstellungsraumes. Mit sensiblem Blick für geometrische Muster nutzt sie die vorhandenen architektonischen Elemente, wiederholt und formuliert diese in ihrer eigenen Formensprache neu: „Wiederholung neu schreiben“.

Das Material wird dabei nach seinem Charakter gewählt – Latex und Wachs sind weich und bei der Verarbeitung schwer zu kontrollieren; Holz und Acrylglas können flexibel aber auch starr sein. Eine komplexe Entwicklung beginnt – der Kampf mit und gegen das Material balanciert im Spannungsbereich des Machbaren und Unmöglichen. Es ist ein Agieren und Reagieren um durch die Überschreitung von Grenzen einer Vision näher zu kommen.

In der Galerie von Empfangshalle greift Leal Olloqui die Fassade des Raumes auf. Die Äußeren Strukturen werden nach Innen gekehrt und die Materialien entsprechend umgewandelt: aus den mit Kanneluren verzierten Holzblenden werden weiche stoffüberzogene Säulen, aus dem geschmiedeten Lüftungsgitter wird ein zart geformtes Paravent aus Latex; die Fensterscheibe schwebt fließend im Raum.

Die Ausstellungen von Paula Leal Olloqui lassen sich nicht konservieren und nicht erneut zeigen.

Die spanische Bildhauerin hat ihr Diplom als Meisterschülerin bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München gemacht und wurde 2015 mit dem Debütantenpreis ausgezeichnet.
  • 27. Juli - 31. August 2019: ADAMANT ROMANCE | BLUE INTOLERANT

    PAINTING INSTALLATION LECTURE RAP PERFORMANCE
    Eröffnung und Performance: 26.07.2019, 19 Uhr
    Finissage und Performance: 07.09.2019, 19 – 21 Uhr

ADMANT ROMANCE Galerie von Empfangshalle

CAROLINE CORLEONE
feat. An
-Jay und Valeska Rein

 

 

Eine Blume, du oder ich, manchmal wir, ein Bild, eine Bewegung, ein Klang, ein Leben-und-Tod.“
(Jean- Luc Nancy, Sexistenz)

Das Konzept der Ausstellung und Performance ist das stage setting einer großflächigen Wandarbeit, die nach und nach von mehreren, als Episode präsentierten Bildern (Malereien/Collagen) ergänzt wird, wobei die Arbeiten einzeln erzählt/gerappt/digital verzerrt und anschließend installiert werden. Die vorgetragenen und als sound factsdigital eingesprochenen Texte/Lyrics zitieren Quellen zum Thema Romantik im 21. Jahrhundert und Genuss- und Konsumkultur im „skopischen Kapitalismus“ (Eva Illouz) aus Songtexten/Netflix Serien /Filmen/wissenschaftlichen, philosophischen und soziologischen Texten, sowie selbstverfassten Texten/Rap.

Caroline Corleone verfolgt ihre fortlaufende Malerei- Serie Pattern Paranoia Issues weiterführend zu diesem Thema und benutzt Stoffe und Pattern mit (blauen) Blumenmotiven, die mit Nähmaschine und Farbschichten weiterbearbeitet werden. Zusätzlich werden gekaufte Kunstdrucke mit „typisch“ romantischen Blumenstillleben überarbeitet, um den Kontrast gefühlsbetonter Klischees und tatsächlichen dating habits, sowie digitale und analoge, sinnliche und pornofizierte Marktwerte herauszuarbeiten. Das Arbeiten mit Medien, die bereits in dieser Welt existieren, um diese Gegebenheiten/Pattern zu benutzen, malerisch zu analysieren und zu modifizieren, ist ein essentielles Prinzip in der Arbeitsweise der Künstlerin.

Die Verbindung von Natur, Mensch und Geist als Leitmotiv der Romantik, die Lebensanschauung des Individualismus im Fühlen und Denken eines empfindsamen Ichs- diese Ideale haben zu Beginn des 21.Jahrhunderts nichts an ihrer Aktualität verloren. Inwiefern jedoch Sehnsucht, Sinnlichkeit, Selbsterkenntnis, Selbstsuche, Kommunikation, Intimität und Liebe im Zeitalter digitaler Technologien Ausdrucksform finden, will dieses Projekt untersuchen.

Für die zweite Season liegt dem Team bereits eine Einladung für die TIFA working studios in Pune/Indien vor, eine dritte und vierte in Berlin und Bulgarien sind ebenfalls in Planung.

Caroline Corleone

  • 26. Juni - 9. Juli 2019: " Einladung zur Angst" von Minjae Lee

    Performance „Herzlich willkommen in der Angsthalle“
    19:00 – 19:30, 20:00 – 20:30, 21:00 – 21:30

Performance Ausstellung

In der Galerie der Empfangshalle baut Minjae Lee einen Empfangsbereich auf. Im Nebenraum, hinter dem Vorhang, findet seine Performance „Herzlich willkommen in der Angsthalle“ statt. Gleich einem Tagebuch schreibt Lee seine Erlebnisse und Sorgen täglich auf. Die Worte an den Wänden sind unsichtbar, nur durch das einwirken des UV Lichts kommen diese zum Vorschein.

Der südkoreanische Künstler Minjae Lee hat Bildhauerei in der Klasse von Florian Pumhösl an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert. Das Thema seines Werks sind soziale Ängste, die er durch das Konstruieren von Räumen in Verbindung mit Soundinstallationen, Projektionen und Performances erfahrbar macht. Lees Werke konfrontieren den Betrachter mit Verlusten, Verunsicherungen und Ängsten. In seinen Performances tritt er als Protagonist seiner selbst erschaffenen Gefühlsräume auf.

  • 25. Januar - 7. März 2019: KEINE GALERIE

    Prozessuales Projekt von Lee Ji Youn

Lee Ji Youn´s  Projekt Etwas Raum im Alltag II entsteht vom  25. Januar bis zum 7. März in der Galerie ohne Namen. Die letzte Konstellation der Objekte wird bei der Finissage am 7. März zu sehen sein.
Für dieses Konzept hat Lee Ji Youn das Projektstipendium 2018 der Landeshauptstadt München erhalten. Die Galerie in der Theresienstraße bekommt für diesen Zeitraum den Namen keine Galerie. Das Projekt ist die Fortsetzung von Etwas Raum im Alltag I, das bis Ende Januar in einem leer stehenden Ladenlokal in der St.-Bonifatiusstraße 1 in Giesing gezeigt wurde.
Zum Beginn des Projektes am 25. Januar fängt Lee Ji Youn an sich auf die Suche nach ihrem künstlerischen Material zu begeben. Sie unternimmt lange Spaziergänge durch das Kunstareal und sammelt zurückgelassene und weggeworfen Objekte: Fragmente von Alltagsgegenständen – jeder Funktion und Bedeutung entzogen. Nach und nach füllt sich der Raum mit anonymen Fundstücken der vergangener Wochen. Eine Spur der Zeit wird sichtbar.
Es entsteht ein, wie sie ihn selbst nennt, „Konstellationsraum“, in dem die einzelnen auf der Straße gefundenen Objekte bewusst im Bezug zueinander platziert werden. Langsam und subtil werden kleine Eingriffe vorgenommen und das Abbild einer Stadt aufgebaut. Die gefundenen Objekte, temporäre Begleiter der Installationen von Lee Ji Youn, treten miteinander in Dialog und werden so zu Ausstellungsakteuren und Geschichtenerzählern.
„Täglich draußen, im Stadtraum, an der Isar, Dinge finden und sammeln, eine Zeitspur.
Täglich drinnen, in einem temporären Raum, diese Dinge sichten und zusammenbringen, eine Zeitspur.“
Die Galerie wird im Laufe des Projektes „Etwas Raum im Alltag II“ zu einem Archiv und zu einem Portrait des Viertels. Das Anschauen der Objekte in den Galerieräumlichkeiten ermöglicht dem Betrachter sich gedanklich mit auf die Spurensuche durch das Kunstareal zu begeben.  Die kontinuierlich wachsende und sich dabei verändernde ortsspezifische Installation ist jederzeit durch das Galeriefenster einsehbar. 
  • 5. Dezember - 18. Januar 2019: SPÄTGABEN IN DER GALERIE SPÄTKAUF

    Jahresgaben der Galerie ohne Namen mit den Künstler der Atelierhäuser der Empfangshalle und Künstlern aus dem Programm der Galerie ohne Namen:

Simona Andrioletti, Ergül Cengiz, Federico Delfrati, Lena Ditte Nissen, Empfangshalle, Fabíola, Angela Geisenhofer, Funda Gül Özcan, Pernilla Henrikson, Janna Jirkova, Maria Justus, Mark Killian, Manuel Kirsch, Via Lewandowsky, MarinA, Martina Marini Misterioso, Boris Maximowitz, Anna McCarthy, Michele Melillo, Rin Miyamoto, Max Mustermann, Aylin Neuhofer , Paulina Nolte, Chaya Nouriani, Irina Ojovan, Beatriz Paz, Catalin Pislaru, Anina Stolz, Janina Totzauer, Elina Uschbalis, Felix Leon Westner, Olga Wiedenhoeft

Spätgaben Empfangshalle
  • 29. November - 18. Januar 2019: SPÄTKAUF

    29. NOVEMBER 2018, 19H
    WATCHING A MOVIE IS WATCHING THE OBJECT

eingeladen von Manuel Kirsch und SOX Berlin
www.sox-berlin.com

Sascha Brylla, Andreas Burger, Marlene Zoë Burz, Michael Cherubim, Charlotte Dualé, Matthias Esch, Friederike Feldmann, Ben Greber, Gregor Hildebrandt, Okka-Esther Hungerbühler, Matti Isan Blind, Linda Kuhn, Alexander Lieck, Sarah Lüttchen, Martin Maeller, Inge Mahn, Soshi Matsunobe, Anne Neukamp, Frank Nitsche, Blinky Palermo, Real Madrid, Renaud Regnery, Michael Sayles, Björn Streeck, Benedikt Terwiel und Miguel Ángel Fernández, Moreen Vogel, Alexander Wagner

realisiert mit freundlicher Unterstützung vom Bezirksausschuss Maxvorstadt, Landeshauptstadt München.

Audioguide zu den einzelnen Kunstwerken:

1. Sascha Brylla, pa told me so / 2018 / Speckstein

2. Andreas Burger, Objekt aus der Serie „4,9 km“ / 2014 / Gips

3. Marlene Zoë Burz, Krone / 2015 / Hundehaar

4. Michael Cherubim, data / 2017 / SIM-Karte

5. Charlotte Dualé, Objekt aus der Serie Zeitlinie / 2018 / Keramik

6. Matthias Esch, „Nein“ (Ja) / 2015 / Lack auf Beton

7. Friederike Feldmann, Tisch / 2016 / Injectprint auf Papier

8. Ben Greber, Heizungsraum / 2013-2018 / Kunststoff, Patina

9. Gregor Hildebrandt, White Pawn / 2018 / Bronze, Acrylfarbe

10. Okka-Esther Hungerbühler, Zwerg / 2017 / verschiedene Materialien

11. Matti Isan Blind, Zigarette: von Kippenberg VII / 2013 / gebrannter Ton und Acryl

12. Linda Kuhn, warme Schlafende / 2018 / Gips, Polsterfolie, Klebeband

13. Alexander Lieck, René / 2018 / Holz, Acrylfarbe, Schraube

14. Sarah Lüttchen, 1 2 3 / 2017 / verschiedene Materialien

15. Martin Maeller, Loner / 2017 / Papier

16. Inge Mahn, Eierpflanze / 1999 / Ei, Erde, Blumentopf

17. Soshi Matsunobe, twisted rubber band / 2012 / Gummiband

18. Anne Neukamp, Lampe / 2003 / Metall, Glas, Gouache

19. Frank Nitsche, DOOFEE CLIT / 2017 / verschiedene Materialien

20. Blinky Palermo, Blaues Dreieck / 1969 / Plakattempera

21. Real Madrid, Apologise Now / 2018 / Laserdruck auf Papier

22. Renaud Regnery, FTPTG # xx5 / 2018 / Tapete auf Holz

23. Michael Sayles, African Burqa / 2018 / verschiedene Materialien

24. Björn Streeck, Amphore Testkörper / 2015 / Papier, Gouache, Metall

25. Benedikt Terwiel und Miguel Ángel Fernández / Stift und Tastatur / 2017 /

verschiedene Materialien

26. Moreen Vogel / Thälmann / 2016 / Keramik

27. Alexander Wagner / Komet / 2018 / Glas, Serviette und Glühbirne

  • 11. September - 25. September 2018: The Hub Gallery

    Zum 11. September 2018 startet die *Galerie Ohne Namen* der Empfangshalle eine Performance-Reihe und wird zu einem temporären Knotenpunkt an dem die teilnehmenden Künstler in vier Performances sich mit der Thematik des Netzwerks, Austausches und Kollaboration auf technologischer, körperlicher, inhaltlicher und örtlicher Ebene auseinandersetzen.

    Die Künstler_innen bedienen sich an aktuellen Möglichkeiten der Vernetzung und eigenen sich diese gleichzeitig an um Teile Ihrer Arbeit ins Netz zu übertragen. So werden die Performances zu einem freien, weder ort- noch zeitgebundenen digitalen Ereignis.

    Die *Galerie Ohne Namen* wird für diesen Zeitraum zur „The Hub Gallery“. Die Performance-Reihe ist von Maria Justus kuratiert.

    Das Projekt wird unterstützt vom Bezirksauschuss Maxvorstadt, Landeshauptstadt München.

11. SEPTEMBER 2018, 19H
FEDERICO DELFRATI, AROUND THE WORLD IN 80 MB/S

In seinem Performance-Projekt „Around the world in 80 Mb/s“ nimmt sich der Künstler Federico Delfrati vor, einmal um die Erde zu laufen. Dazu schaffte er eine spezielle Laborsituation in der „Hub“ Galerie. Sie besteht aus einem Fortbewegungsmittel sowie einem Headset für virtuelle Realität. Federico Delfrati wird sich allein mit diesem VR-Headset durch die virtuelle Welt von Google-Earth bewegen. Dazu kommen verschiedene Instrumente zur Vermessung seines Körpers. Durch seine Weltumrundung, physisch auf dem Laufband und mental innerhalb der virtuellen Realität, in der Bewegung durch die Bildwelt von Google-Earth, spielt Delfrati mit den Phänomenen unseres Informationszeitalters wie etwa der Trennung von Ort und Anwesenheit, aber auch dem Begehren, den Geist vom Körper zu trennen. Federico Delfratis Beobachtungen und Online-Aufzeichnungen während seiner Weltumrundung in 80Mb pro Sekunde werden in einem dazugehörigen Blog festgehalten.

14. SEPTEMBER 2018, 19 H

LENA DITTE NISSEN, SOLILOQUY WITH MACHINE / SELBSTGESPRÄCH MIT MASCHINE

Lena Ditte Nissen tritt in ihrer Performance „Soliloquy with machine“ in einen Dialog mit einer Drohne. Ausgehend von der Unmöglichkeit im Wunsch nach Symbiose innerlich zu verschmelzen, sprechen die beiden Entitäten darüber, von wo aus sie auf diese Unmöglichkeit blicken. Die „Hub“ Galerie wird zu einem Raum, in dem alles Anwesende nur für sich allein und unverbunden existiert, in dem jedes von jedem ultimativ getrennt ist und für immer fremd bleibt.

20. SEPTEMBER 2018, 19H

FELIX LEON WESTNER LIVE FROM CASHMERE RADIO: HELLO HAPPY – MORNING SHOW

Als Teil der “Hello happy” Performanceserie realisiert Felix Leon Westner für The Hub Gallery die “Hello happy – morning show”, eine Radiosendung, die live von Cashmere Radio in Berlin aufgenommen und übertragen wird. Am Eröffnungsabend in der The Hub Gallery wird die Performance direkt aus dem Radiostudio in den Ausstellungsraum gesendet. Sowohl per live Stream als auch begleitet durch ein stummes Skype-Videobild wird das von Felix Leon Westner  erzeugte performative Wechselspiel zwischen live generiertem Sound, Gesang und Zeichnung zu einer multimedialen Radio Show zwischen Berlin, München und dem Internet.

25. SEPTEMBER 2018, 19 H
MarinA 

MarinA macht sich selbst den Prozess – ihre virtuelle und reale Existenz zu belegen.

Die lautlose Barriere, die ihre beiden Hälften trennt öffnet erst die Verbindung hinaus; Das Schaufenster der „Hub“ Galerie wird ihr Fenster zum Innen, zugleich schriftlicher Vollzug des Prozesses.
MarinA wurde im Mai 2015 aus Proseccoschaum geboren, aus der Berührung von Malerkrepp und Nase, während eines telepathischen Experiments. Ihre ersten Worte waren SI und NO.

25. OKTOBER 2018, 19H
JANINA TOTZAUER + BEATRIZ PAZ , MEMORY CYCLES

Beatriz Paz (Mex) und Janina Totzauer (D) schlüpfen für die „Hub Gallery“ in die Rollen von Stern und Mond – das Licht und die Erinnerung daran. Mit Hilfe ihrer Stimmen, eines Tageslichtprojektors und dem geschriebenen Wort arbeiten sich die zwei nach und nach durch die verschiedenen Schichten der menschlichen Erinnerung. 
  • 12. Juli - 20. August 2018: Galerie fünf Sterne ***** 五星级画廊

    12. JULI 2018, 14H
    TANG HAN UND ZHOU XIAOPENG , SHAPE OF APPETITE

Die Empfangshalle eröffnet zum 12.07. die „Galerie ohne Namen“ in der Theresienstr. 154. Zum Auftakt gibt das Künstlerduo Tang Han und Zhou Xiaopeng dem Raum den Namen „Galerie fünf Sterne ***** 五星级画廊.Die Berliner Künstler beschäftigen sich mit der Gastronomie und Food Styling als Symptomatik der materiellen Kultur und Globalisierung in China. Mit dem Ergebnis ihrer Recherchearbeit wird eine Rauminstallation entwickelt.

Ende 2017 haben Tang Han und Zhou Xiaopeng zum Thema „Form des Appetits“ recherchiert und entwickelt, besuchten und interviewten sie verschiedenen Beschäftigten der Gastronomie in China. Das Video wurde mit Erzählungen von denen durchzogen: ein hochqualifizierter und erfahrener Chefkoch der chinesischen Küche; ein “Schnitz-Meister” für Skulpturen aus Obst und Gemüse; ein Koch der Molekularküche; ein junger Koch aus der Post-90s-Generation; eine Ausbilderin für Gastronomie und so weiter. Unter ihnen haben manche den Aufstieg und den Fall des Caterings erlebt, andere überlegen, wie man auf die Einwirkung der Vermarktlichung reagieren kann, einige diskutieren über die „Nouvelle“ und „traditionelle“ Cuisine, und wieder andere stehen für verstrickte Familiengeschichten der Generation der Wanderarbeiter. Unterdessen ist es nicht schwer herauszufinden, dass die Beschäftigungsstruktur in Catering von Männern dominiert wird.

Aus der Beschreibung der Interviewpartner lässt sich ersehen, wie Food Styling vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahrzehnten allmählich bereicherten materiellen Kultur in China in der Gastronomie auf den Einfluss der westlichen Gastro-Kultur reagiert. Food styling als Träger des Appetits, wie es diversifizierte äußere Gestaltungen angesichts der unterschiedlichen Cultural Others vorführt, und auch als Träger der Gedanken im Prozess der Globalisierung dient. Wir versuchen, der Morphologie der Konsumästhetik mit den Darstellungen der verschiedenen Menschen näherzukommen, und Fragen über Veränderung der Ästhetik und Konsumnachfrage im Bereich Catering mit der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung zu stellen.
Das Projekt wird unterstützt vom Bezirksauschuss Maxvorstadt, Landeshauptstadt München.